Wie alles begann - von Gran Canaria zur Platzreife

Warum ich jahrelang gezögert habe, Golf zu spielen — und was mich schließlich doch auf den Platz gebracht hat.

Eigentlich wollten wir nur Urlaub machen.

Gran Canaria, 2025. Sonne, Meer, kein Stress. Und dann lernt man jemanden kennen, der am nächsten Morgen verschwindet — mit Schlägern im Gepäck und einem Grinsen im Gesicht. Einen halben Tag war er weg. Und als er zurückkam, hat er so geschwärmt, dass ich ihm stundenlang zugehört habe.

Über Fairways. Über den Moment wenn der Ball genau so fliegt wie man es sich vorgestellt hat. Über die Ruhe auf dem Platz. Und über die Hitze.

Ich kenne dieses Gefühl eigentlich schon länger — nur von der anderen Seite.

"Golf? Das ist doch viel zu teuer."

Ich sage seit Jahren zu meiner Frau, dass ich gerne Golf spielen würde. Und genauso lange habe ich mir selbst erklärt warum es nicht geht. Zu teuer. Zu zeitaufwändig. Nichts für normale Menschen.

Das ist der Gedanke, den viele haben. Ich auch. Und ich lag damit — zumindest teilweise — falsch.

Natürlich kostet Golf Geld. Aber der Einstieg ist deutlich zugänglicher als ich dachte. Ein Schnupperkurs beim lokalen Golfclub kostet oft weniger als ein Abend im Restaurant. Und der zeigt dir ziemlich schnell ob das Spiel überhaupt etwas für dich ist — bevor du auch nur einen Euro in Ausrüstung investierst.

Der Schnupperkurs. Und dann die Platzreife.

Nach dem Urlaub habe ich nicht lange gewartet. Noch auf Gran Canaria habe ich den Schnupperkurs gebucht. Kaum zu Hause, hingefahren, erste Schläge gemacht. Und dann war es passiert.

Ich habe Blut geleckt — wie man so schön sagt.

Die Platzreife folgte. Das ist in Deutschland die Voraussetzung um eigenständig auf einem Golfplatz spielen zu dürfen. Kein Hexenwerk, aber auch kein Spaziergang. Man lernt die Regeln, die Etikette und die Grundlagen des Spiels. Für mich war es der erste echte Schritt in diese Welt — und ich würde ihn jederzeit wieder gehen.

Golf wird Familiensache.

Wer Familie hat weiß: Zeit ist das knappste Gut. Und ein neues Hobby das einen regelmäßig für mehrere Stunden aus dem Haus zieht, muss gut verhandelt werden.

Meine Lösung war pragmatisch — und im Nachhinein eine der besten Ideen die ich hatte.

Ich habe den Kurzen mitgenommen.

Erst auf die Driving Range, einfach mal schauen. Ein paar Bälle schlagen, gucken was passiert. Und was soll ich sagen — er hat sofort losgelegt. Keine Scheu, keine Hemmungen. Einfach schlagen. Mit 7 Jahren hat man noch keine Angst vor dem ersten Abschlag.

Seitdem sind wir ein Team. Ich lerne das Spiel — und er läuft mir auf dem Fairway davon.

Warum dieser Blog?

Weil ich mir damals gewünscht hätte, von jemandem zu lesen der genauso gestartet ist wie ich. Kein Profi. Kein Ausrüstungsexperte. Jemand der einfach angefangen hat — mit einem Gespräch im Urlaub, einem Schnupperkurs und einem Kind das mutiger ist als sein Vater.

Genau das findest du hier.

Willkommen bei Golf und Alltag.

Du überlegst auch mit Golf anzufangen? Das brauchst du für den Einstieg:

  • Schnupperkurs beim lokalen Golfclub — kostet meist 20–50 €

  • Platzreife-Kurs — je nach Club und Umfang 150–400 €

  • Leihschläger gibt es beim Kurs dazu — noch nichts kaufen

Zurück
Zurück

Das erste Mal auf dem Platz — und Golf zeigte mir sofort seinen Charakter