Golf und Alltag — wie ich es tatsächlich schaffe, dreimal pro Woche auf den Platz zu kommen
Mit Hauptjob, Familie und einem 7-Jährigen im Schlepptau. Es geht — wenn man es richtig organisiert.
Der Name dieser Seite ist Programm.
Golf und Alltag — das klingt für viele nach einem Widerspruch. Golf gilt als zeitintensiv, als Wochenendvergnügen für Menschen mit viel Freizeit. Ich bin Teamleiter, nebenberuflich Dozent, Vater eines 7-Jährigen — und ich schaffe es trotzdem in einer typischen Woche dreimal auf den Platz.
Wie? Indem ich es nicht dem Zufall überlasse.
Runde Nummer eins — wenn der Kleine im Training ist.
Mein Sohn geht wöchentlich zum Kindergolftraining. Diese Zeit gehört ihm — und mir.
Während er auf dem Übungsgelände und auf dem Platz mit seinem Trainer arbeitet, gehe ich selbst auf den Platz und spiele eine Runde. Kein schlechtes Gewissen, keine Abwesenheit vom Familienalltag — ich bin sowieso vor Ort. Das ist Golf in seiner effizientesten Form: Parallel zur Aktivität des Kindes, ohne dass jemand zu kurz kommt.
Wer ein Kind hat das Sport treibt, kennt die Wartezeit die dabei entsteht. Ich nutze sie.
Runde Nummer zwei — das Verständnis meiner Frau.
Das klingt vielleicht nach Verhandlungsergebnis — und ein bisschen ist es das auch.
Einmal pro Woche kann ich alleine oder mit Freunden spielen. Keine Familienpflichten, kein Sohn im Gepäck, einfach Golf unter Erwachsenen. Das ist unsere Abmachung, und sie funktioniert — weil sie fair ist. Ich bin nicht jedes Wochenende weg, ich verschwinde nicht stundenlang ohne Ankündigung, und ich nehme meinen Sohn so oft mit dass Golf keine Belastung für die Familie ist sondern ein Teil davon.
Partnerschaft und Hobby schließen sich nicht aus. Man muss nur ehrlich miteinander sein.
Runde Nummer drei — Sonntagvormittag mit dem Kleinen.
Das ist mein liebstes Ritual der ganzen Woche.
Sonntagvormittags gehe ich mit meinem Sohn auf den Platz. Keine Ausnahme, keine Diskussion — das ist unser gemeinsamer Termin. Inzwischen ist es so fest etabliert dass andere Clubmitglieder das wissen. Und was mich wirklich berührt: Sie buchen sich trotzdem bewusst mit uns in den Flight ein.
Obwohl ein 7-Jähriger dabei ist. Obwohl wir vielleicht etwas langsamer sind als andere Gruppen. Sie kommen trotzdem — mit Verständnis, mit Geduld, mit echter Freude daran ein Kind auf dem Platz zu erleben.
Das sagt mehr über unseren Golfclub und über den Golfsport als jedes Regelwerk. Golf ist eine Gemeinschaft. Und diese Gemeinschaft hat uns und meinen Sohn mit offenen Armen empfangen.
Was ich daraus gelernt habe.
Golf in den Alltag zu integrieren ist keine Frage der verfügbaren Zeit — es ist eine Frage der Organisation und der Kommunikation. Mit meiner Frau, mit meinem Sohn, mit meinem Umfeld.
Drei Runden pro Woche klingen nach viel. Aber keine davon ist auf Kosten von jemand anderem. Eine läuft parallel zum Training meines Sohnes, eine ist meine persönliche Auszeit mit dem Segen meiner Frau, und eine ist unser gemeinsamer Sonntagsmoment der inzwischen zum schönsten Teil meiner Woche gehört.
Golf und Alltag — es passt zusammen. Man muss es nur wollen.
Für alle die auch überlegen wie sie Golf in ihr Leben integrieren können:
Parallele Zeiten nutzen — Trainingszeiten der Kinder, Mittagspausen, frühe Morgenstunden
Offen mit dem Partner kommunizieren — eine klare Abmachung ist besser als ständiges Verhandeln
Feste Rituale einführen — was regelmäßig stattfindet braucht keine Diskussion mehr
Den Golfclub als Gemeinschaft sehen — nicht nur als Sportstätte
Wie mein Sohn überhaupt zum Golf gekommen ist, kannst du hier nachlesen.

