Zurück zum Ursprung — Golf auf Gran Canaria, diesmal mit meinem Sohn und um selbst zu spielen
Auf dem Platz wo alles begann — der Lopesan Meloneras Golf Club, atemberaubende Aussichten und ein 7-Jähriger der das Golfcart fast übernommen hätte.
Manchmal schließt sich ein Kreis.
Vor zwei Jahren hat ein Gespräch auf Gran Canaria mein Leben verändert. Eine Urlaubsbekanntschaft verschwand für einen halben Tag mit Schlägern im Gepäck — und kam mit einem Grinsen zurück das mich noch Monate später beschäftigt hat. Auf genau diesem Platz fing alles an.
Jetzt stehe ich selbst wieder hier. Diesmal mit Schlägern in der Hand. Und mit meinem Sohn an der Seite.
Die Vorbereitung — vom Hotelzimmer zum ersten Abschlag.
Wir waren mit Freunden für zehn Tage auf Gran Canaria. Mittwochs war es dann soweit.
Golfoutfit angezogen, Tasche gepackt — Bälle, Tees, Handschuhe, Getränke, alles was wir selbst mitbringen konnten. Die Startzeit hatten wir bereits vorab per Mail aus Deutschland gebucht, damit nichts dem Zufall überlassen blieb. An der Hotelrezeption bestellten wir ein Taxi — acht Minuten später standen wir vor dem Clubhaus des Lopesan Meloneras Golf Clubs.
Schon vor dem Eingang wurden wir herzlich empfangen. Ein freundlicher Mitarbeiter suchte unsere Namen in der Startliste, besprach mit uns welche Schläger wir benötigen würden und bereitete das Golfcart vor. Während er alles für uns vorbereitete gingen wir kurz ins Clubhaus um zu bezahlen. Als wir wieder herauskamen war bereits alles startklar.
Die kleine Enttäuschung — und wie sie sich in Luft auflöste.
Bei der Einweisung gab es einen Moment der die Laune meines Sohnes kurz eintrübte: Er durfte das Golfcart nicht selbst fahren. Der Mitarbeiter wies extra darauf hin — Clubregel, keine Ausnahmen.
Wer unsere Geschichte kennt weiß was das bedeutet. Für einen 7-Jährigen der im Golfclub Hohenstaufen bereits souverän das Steuer übernommen hatte, war das keine kleine Neuigkeit.
Aber — nach den ersten zwei Löchern hatte er sich keine großen Gedanken mehr dazu gemacht. Und ganz heimlich habe ich ihn zwischendurch trotzdem manchmal lenken lassen. Was ihn sehr gefreut hat.
Der Platz — wahrscheinlich der schönste den wir je gespielt haben.
Der Lopesan Meloneras Golf Club ist anders als alles was wir bisher kannten.
Die ersten neun Löcher bieten eine traumhafte Aussicht auf die Berge Gran Canarias — grüne Fairways vor dramatischer Kulisse, ein Kontrast der kaum schöner sein könnte. Aber die Löcher 10 bis 18 übertrafen noch einmal alles. Direkt am Meer entlang, am Hafen vorbei, mit einer Aussicht die einem buchstäblich den Atem verschlägt.
Der Platz war in makellosem Zustand. Nach den Wochen der Hitzewelle in Deutschland wo das Gras zuhause braun und hart war, war das saftige Grün des Platzes für sich schon ein Highlight. Golf auf echtem, grünem Rasen — man weiß es erst zu schätzen wenn man es eine Weile entbehrt hat.
Unterwegs — Snacks, Getränke und bewundernde Blicke.
Zwischen den Löchern kam ein Cart vorbei das Getränke und kleine Snacks verteilte. Eine willkommene Stärkung bei 28°C — wir haben zugegriffen.
Unterwegs trafen wir ein paar Deutsche die wir durchspielen ließen. Wie so oft erntete mein Sohn sofort lobende und motivierende Worte. Das passiert uns eigentlich überall — egal wen wir auf dem Platz treffen, die Reaktion ist immer dieselbe: echte Begeisterung dass es so jungen Nachwuchs gibt, der das Spiel mit solcher Ernsthaftigkeit und Freude angeht.
Es ist jedes Mal schön zu sehen. Und es motiviert ihn jedes Mal aufs Neue.
Fünf Stunden, 18 Löcher, ein unvergesslicher Tag.
Wir spielten gemütlich, ohne Druck, ohne Eile. Die 18 Löcher bei 28°C — das zehrt, aber auf die schönste Art. Nach fünf Stunden waren wir platt, glücklich und sehr zufrieden.
Ich stand auf dem letzten Grün und dachte kurz zurück. An das Gespräch zwei Jahre zuvor. An den Moment im Urlaub der alles ins Rollen gebracht hat. An den Schnupperkurs, die Platzreife, die ersten Runden, die Talentiade, das Sommercamp — und jetzt das hier.
Auf demselben Platz. Mit meinem Sohn.
Der Kreis hat sich geschlossen. Und er fühlt sich sehr gut an.
Für alle Golfer die mit Kind einen Urlaubsplatz planen:
Startzeit vorab per Mail oder Online buchen — besonders in der Hochsaison wichtig
Leihschläger direkt beim Club anfragen — Qualität und Auswahl sind auf Urlaubsplätzen oft besser als erwartet
Snack- und Getränkecart einplanen — nicht überall gibt es das, aber wo es es gibt ist es Gold wert
18 Löcher mit Kind bei Hitze einplanen — ausreichend Wasser mitbringen, früh starten wenn möglich
Den Lopesan Meloneras Golf Club uneingeschränkt empfehlen — Platz, Service und Aussicht sind außergewöhnlich
Wie alles begann, könnt ihr hier nachlesen: Hier geht’s los

