Sommercamp 2026 — 33 Kinder, 12 Stunden Golf und eine Überraschung die alles krönt
Drei Tage Sommercamp im Golfclub Teck — und ein 7-Jähriger der erst aufhört wenn es zu dunkel wird um den Ball zu sehen.
Das Camp — für jeden etwas dabei.
Das Sommercamp 2026 im Golfclub Teck war ausgebucht. Und es war großartig.
33 Kinder, aufgeteilt in drei Gruppen — das Programm war durchdacht und auf jede Altersklasse zugeschnitten.
Die Rookies — Kinder die noch nie einen Golfschläger in der Hand hatten. Für sie gab es Snackgolf, eine spielerische Einführung in den Sport bei der es weniger um Technik als um Spaß ging. Aufwärmen auf der Range, erste Schläge, erste Erfolgserlebnisse.
Die Anfänger — mit ein bisschen Golferfahrung, darunter auch mein Sohn. Neun-Loch-Runden, Putting-Wettbewerbe, Nearest to the Pin. Genug Struktur um zu lernen, genug Freiheit um das Spiel zu lieben.
Die Fortgeschrittenen — Kinder und Jugendliche die bereits ein Handicap hatten. Für sie war das Camp eine Gelegenheit ihr Spiel weiterzuentwickeln , ihr Handicap zu verbessern und sich mit Gleichgesinnten zu messen.
Ich war am Freitag und Samstag als Betreuer und Flightbegleiter eingeplant — mittendrin statt nur dabei. Wie immer.
Verpflegung, Gemeinschaft und der Geruch von Grillwürstchen.
Über den Tag wurden die Kinder mit Getränken versorgt, das Mittagessen gab es im Clubrestaurant. Aber der eigentliche Höhepunkt des Freitagabends war der Grillabend.
Der Jugendwart hatte reichlich Würstchen besorgt — und alle wurden verköstigt. Während die Würstchen brutzelten, hatten die Kinder freie Wahl: weiter auf der Range trainieren, auf dem Putting Green üben, Fußball spielen, oder einfach zusammensitzen und den Abend genießen.
Genau so soll es sein. Golf als Gemeinschaft, nicht nur als Sport.
22 Uhr — und sieben Löcher die niemand geplant hatte.
Nachdem wir am Freitagabend aufgeräumt hatten, kam mein Sohn zu mir.
"Papa, können wir noch eine Runde spielen?"
Es war kurz nach 21 Uhr. Nach einem langen Tag als Betreuer, nach Stunden auf dem Platz, nach dem Grillabend sagte ich, was jeder vernünftige Vater in dieser Situation sagt: "Vielleicht noch ein oder zwei Löcher."
Aus einem oder zwei Löchern wurden sieben.
Sieben Löcher, in der Abenddämmerung, nur wir zwei. Keine Menschenseele weit und breit. Aufgehört haben wir nicht weil die Energie fehlte — sondern weil es so dunkel wurde dass wir die Bälle nicht mehr sehen konnten.
Um 22 Uhr packten wir nach exakt zwölf Stunden Golf die Taschen ins Auto.
Zwölf Stunden. Sieben Jahre alt. Kein einziges Mal gemeckert, kein einziges Mal müde geworden. Wer braucht da noch Beweis dass der Golfsport bei ihm angekommen ist?
Samstag — die Siegerehrung und ein Moment der alles übertrifft.
Am nächsten Tag fand die Siegerehrung statt. Diesmal gab es keinen Pokal für meinen Sohn — das Treppchen blieb anderen überlassen.
Aber was er stattdessen bekam, ist mehr wert als jede Trophäe.
Die Platzreife.
Ganz offiziell, mit Urkunde — die Berechtigung auf allen Handicap-unabhängigen Golfplätzen in Deutschland zu spielen. Alleine, ohne Begleitung, auf eigene Faust.
Na ja — fast. Jemand muss ihn noch hinfahren.
Aber wenn ich schon mal dabei bin, kann ich ja auch gleich selbst eine Runde spielen.
Was dieses Wochenende für mich bedeutet.
Ich bin mit meinem Sohn zum Sommercamp gegangen weil es eine schöne Gelegenheit schien. Ich fahre mit einem Kind nach Hause das nun offiziell Golfer ist — mit Platzreife, mit Ausdauer, mit einer Leidenschaft die mich jeden Tag aufs Neue überrascht.
Das Sommercamp war nicht nur drei Tage Golf. Es war der Moment in dem aus einem begeisterten Anfänger ein echter Golfer wurde.
Und irgendwo auf Loch vier, in der Dunkelheit des Freitagabends, habe ich gewusst dass ich noch viele Runden mit ihm spielen werde.
Für alle Eltern die überlegen ob ein Golfcamp für ihr Kind etwas ist:
Ein Sommercamp wie das im Golfclub Teck ist der perfekte Einstieg — egal ob das Kind noch nie einen Schläger angefasst hat oder bereits erste Erfahrungen mitbringt. Die Mischung aus Struktur, Spiel und Gemeinschaft macht den Unterschied. Und wer weiß — vielleicht fährt auch ihr Kind nach drei Tagen mit der Platzreife nach Hause.
Wie alles Begann findet ihr hier. Und wenn ihr mehr über das Golfen mit Kind erfahren möchtet, startet am besten hier.

